Darmkrebs - wie entsteht er?

Krebs entsteht dann, wenn körpereigene Zellen entarten und daraus bösartige Neubildungen entstehen. Diese bösartigen Zellen bilden sich schneller als gesunde, normale Zellen und wachsen unkontrolliert: Sie teilen sich ungebremst und sind resistent gegen die körpereigene Kontrolle. Krebszellen missachten die natürlichen Grenzen und wachsen in umgebendes Gewebe und Organe ein. Und sie lösen sich aus ihrem Zellverband, d.h. sie streuen mit dem Blut oder der Lymphflüssigkeit in andere Organe und bilden dort Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.

Darmkrebs entsteht vor allem im Dickdarm (Kolonkarzinom) und im Enddarm (Rektumkarzinom). Im Dünndarm dagegen ist Darmkrebs eine Seltenheit.

Im Dickdarm und im Enddarm geht die überwiegende Anzahl von Karzinomen aus gutartigen Darmpolypen hervor, die im Rahmen regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden können.

Dickdarmkrebs (Kolonkarzimon) tritt im oberen Dickdarmabschnitt auf und ist die häufigste Krebserkrankung des Bauchraumes. Der Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) ist ein bösartiger Tumor im Enddarm, also im letzten Darmabschnitt bis zum Schließmuskel. Von einem kolorektalen Karzinom spricht Ihr Arzt, wenn Tumorzellen sowohl im Dick- als auch im Enddarm zu finden sind.

Enddarmkrebs kommt seltener vor, stellt jedoch aufgrund der besonderen Lage im kleinen Becken und der Nähe zu vielen weiteren Organen und Strukturen, wie z.B. Blase, Harnleiter und wichtigen Nervenbahnen, eine besondere Herausforderung für die Operateure dar. In unserem Darmkrebszentrum am HEH werden Operationen an Dick- und Enddarm sowohl in offener Technik als auch sehr häufig in Schlüsselloch-Technik, d.h. minimal-invasiv, durchgeführt.